Faust und Gretchen im Kerker
- Datierung1833
- ObjektartGemälde
- Material/TechnikÖl auf Leinwand
- Maße302 x 245 cm
- SignaturSign. und dat. Mitte links: LS [ligiert] / 833.
- Inventarnummer3311b
- Standort Derzeit nicht ausgestellt
Dieses Gemälde entstand anlässlich der Wiener Uraufführung des Fausts am 24. Mai 1832. Es bildet das Gegenstück zum 15 Jahre früher entstandenen "Faust in der Studierstube". Der mithilfe Mephistos verjüngte Faust möchte Gretchen zur Flucht aus dem Kerker verhelfen. Das Mädchen aber wehrt mit erhobenen Armen ab und wendet sich zum Kreuz an der Wand. Auf das blasse und in strahlendem Weiß gekleidete Gretchen fällt effektvoll ein Lichtstrahl durch ein Kerkerfenster, der die Hinwendung zu Gott verdeutlicht. Faust wird hingegen von Mephisto, der in der Türschwelle steht, ins Irdische zurückgezogen.
Literatur: Krapf, Michael: Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld. "Faust-Bilder", hrsg. v. d. Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1982
[Katharina Lovecky, 07/2010]
- Kaiserliche Gemäldegalerie
- 1921 Übernahme aus dem Kunsthistorischen Museum, Wien. – 1935 Inventarisierung